Nachhaltige digitale Transformation

Im Bereich Umweltmanagement

Die Bedeutung von Digitalisierung, Innovationen und Automation in Wirtschaft und Verwaltung nimmt immer mehr zu. Diese rasanten technologischen Fortschritte verändern in den letzten Jahren das Verständnis von IT immer mehr, hin zu einer nachhaltigen Digitalisierung, der sogenannten „Green IT“.

Stehen im Mittelpunkt der Betrachtung klassischer IT in der Regel Computer, Drucker, Server und Telefone, so rückt nun die Herausforderung in den Fokus, unsere Welt umweltgerecht zu gestalten, in der Autos, Kühlschränke, Smartwatches, Industrieroboter, Satelliten, ja sogar Jacken mittlerweile vernetzt sind.

Stichworte wie digitale Währungen, Big Data, eCommerce, Industrie 4.0, Smart Cities, eAgriculture, Blockchain, Künstliche Intelligenz (KI), disruptive Geschäftsmodelle bestimmen auch im Umweltsektor zunehmend den Diskurs: Die Digitalisierung wird den Expansionskurs der GreenTech-Branche weiter beschleunigen.

Mit seinem Querschnittscharakter vereint das Umweltmanagement einer Organisation unterschiedliche Disziplinen und arbeitet eng mit anderen zentralen Funktionen zusammen, um Umweltaspekte und damit verbundene Umweltauswirkungen zu steuern. Viele Unternehmen setzen beim Umweltmanagement bereits auf international anerkannte Standards. Neben der Norm DIN EN ISO 14001, die von der Internationalen Organisation für Normung herausgegeben wurde, wird auch das „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS), das auf der europäischen EMAS-Verordnung beruht, im deutschen Kontext verstärkt genutzt.

Vorteile für Umwelt und Unternehmen

Mittels Digitalisierung können im Zusammenhang mit dem Umweltmanagement diverse Potenziale zur Verbesserung der Umweltleistung einer Organisation erschlossen werden.

Dabei ist immer in einen direkten und indirekten Nutzen für die Umwelt zu untergliedern. Als direkter Nutzen durch den Einsatz von Digitalisierungsmaßnahmen wird etwa eine dadurch erreichte Ressourceneinsparung oder die Reduktion von Emissionen bezeichnet. Ein indirekter Nutzen hingegen entsteht zum Beispiel durch leichter zugängliches Wissen und Informationen zur Förderung von umweltfreundlichem Verhalten für Mitarbeiter, Zulieferer und auch Kunden.

Durch das immer höhere Datenaufkommen im Umweltmanagement, sei es durch den gestiegenen Informationsbedarf von Interessensgruppen oder die erhöhten regulatorischen Anforderungen, gewinnt das „smarte“ Controlling umweltrelevanter Daten an Bedeutung. Daher eignen sich automatisierte und ineinander übergreifende Prozesse optimal, um benötigte und relevante Daten kurzfristig und unternehmensweit zur Verfügung zu stellen.

Big-Data-Applikationen helfen dabei, die tendenziell größer werdenden Datenströme effizient aufzunehmen und daraus genauere und zielgerichtete Informationen zur Entscheidungsunterstützung abzuleiten.

Das Umweltmanagement dient auch dazu, extern vorgegebene Umweltbestimmungen zu erfassen und einzuhalten sowie darüberhinausgehende, intern definierte Ansprüche sicherzustellen. Dabei erfolgt oftmals eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit externen Steakholdern. Zur Überwachung der Anforderungen kommen Audits, wie etwa zur Wirksamkeitsprüfung des Umweltmanagementsystems und weitere Prüfmaßnahmen zum Einsatz, um zum Beispiel die Einhaltung von Grenzwerten oder Ausleitmengen zu kontrollieren. Feststellungen in Prüfprozessen können mögliche umweltrelevante Schwachstellen in der Organisation aufdecken und helfen, relevante Risiken zu erkennen.

Um die Anforderungen aus Umweltrechtsvorschriften managen zu können, sind vermehrt (cloudbasierte) Softwarelösungen entstanden. Denn mittels einer vollständigeren Informationslage können gesetzlich verankerte und für die Organisation relevante Umweltbelange identifiziert werden und zu einer höheren Rechtssicherheit beitragen.

Neben der Nutzung dieser Online-Angebote können digitalisierte Audittätigkeiten dabei unterstützen, die Befolgung der Vorgaben zu überprüfen. So können durch den Einsatz von Auditsoftware, gekoppelt mit mobilen Geräten, administrative Tätigkeiten im Rahmen von Audits und Begehungen vereinfacht werden. Durch den mobilen Zugriff auf eine angeschlossene Datenbank erhält das Prüfungsteam während seiner Tätigkeit zusätzliche Informationen zum Prüfobjekt. Befunde aus der Prüfung können direkt in Anwendungen zur Maßnahmennachverfolgung eingespeist werden.

Der Nutzen für die Umwelt ergibt sich bei diesen Anwendungsfällen vor allem auf indirekte Weise. Es wird einerseits eine genauere Informationsbasis zu einzuhaltenden Umweltrechtsvorschriften geschaffen und andererseits, werden vorhandene Schwachstellen im Umweltbereich potenziell früher festgestellt, da beschleunigte und gleichzeitig besser informierte Prüfprozesse stattfinden können. Organisationen können hierdurch mögliche Risiken aufgrund von Verstößen gegen Rechtsvorschriften begrenzen und effektivere Auditprozesse durchführen.

Fazit

Aufgrund ihres Potenzials stellen die oben genannten Beispiele zur Einhaltung und Vereinfachung externer und organisationsinterner Vorgaben, geeignete Digitalisierungsmaßnahmen dar, die gleichzeitig auch eine systematischere und effizientere Arbeit im Umweltmanagement ermöglichen. Auditmaßnahmen werden zukünftig im Trend weniger auf vergangenheitsbezogenen Informationen durchgeführt werden, sondern sich vermehrt auf in Echtzeit verfügbaren Daten stützen.

Der Digitalisierungsgrad im Umweltrisikomanagement ist im Vergleich zu anderen Themenbereichen noch in der Entwicklungsphase.

Nutzen Sie jetzt die Möglichkeit, Ihr Unternehmen im Bereich des Umweltmanagement digital und zukunftsweisend aufzustellen, um den wachsenden Anforderungen ihrer Steakholder in punkto Nachhaltigkeit und Umweltorientierung entgegen zu kommen und sich optimal im Wettbewerb zu positionieren.

 

 

Unsere Experten der OPTIQUM beraten Sie gerne zum Thema der Digitalen Transformation im Umweltmanagement.

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